im Birkhuhnzählbericht (http://www.biosphaerenreservat-rhoen.de ... jahr06.pdf) der Wildland GmbH (was wohl die Regierung von Unterfranggen der Wildland GmbH und ihren 115 (!) Birkhuhnzählern zahlt, um einen solchen Bericht zu erstellen?) steht geschrieben:
Im Jahr 2006 wurden 16 Hähne und 13 Hennen im NSG „Lange Rhön“ erfasst. Am
Himmeldunkberg gelang kein Birkhuhnnachweis. Auch in der hessischen Rhön konnten bei
der zeitgleich stattfindenden Zählung leider keine Birkhühner nachgewiesen werden,
nachdem im Jahr 2003 noch 2 Hähne im Roten Moor balzten und mindestens eine Henne im
Spätherbst 2005 im Roten Moor beobachtet werden konnte.
Warum haben sich die Birkhühner am Roten Moor vom Acker gemacht? Dazu muss man erstmal wissen, was diese Tierchen brauchen um sich wohl zu fühlen. Als sog. Kulturfolger halten sie sich da auf, wo der Mensch schon mal Hand angelegt hatte. Beispielsweise braucht der Birkhahn zur Balz eine gemähte Wiese, sonst balzt er nicht und dann gibt´s im nächsten Jahr wieder weniger zu zählen.
Warum war jetzt das Birkhuhn mal da und ist jetzt weg? Ganz früher war die Rhön bewaldet, und damit uninteressant fürs Hühnchen. Als dann aus der wilden Waldregion vermittels Abholzung das "Land der Offenen Fernen" geschaffen worden war, kümmerten sich über lange Zeit Schafe um die Freihaltung der Flächen, und sorgten nebenbei durch das Abweiden der Wiesen für feinste Balz-Rasen.
Nach und nach haben die Schafe ihre wichtige Aufgabe wohl vernachlässigt, und viele Flächen drohen mittlerweile wieder zu verbuschen.
Am Roten Moor jedoch wurde auf einer großen Wiese über viele Jahre hinweg Segelflug-Windenschlepp betrieben. Dementsprechend wurde die Wiese mehrmals im Jahr gemäht, weswegen dieses Revier von den damals noch anwesenden Birkhähnen zur Balz aufgesucht wurde.
Den Rest kann man sich schon denken: Aus "Naturschutz-"Gründen wurde der Windenschlepp dort untersagt, die Wiese wuchs hoch, und das Ergebnis ist im Zählbericht dokumentiert.
Das ist nur ein ganz kleines Beispiel für Naturschutz, der auf gut rhönerisch "goor nüschd" getaugt hat - und dafür, wie verrückt es ist, den Rhönern die Nutzung ihrer eigenen Heimat zu untersagen, um genau diese Nutzung danach unter Ausschöpfung aller nur möglichen Förder- und Subventionsmittel und natürlich erst nach Vergabe von Aufträgen für alle nur denkbaren Gutachten künstlich zu simulieren, damit die Rhön für die Umbrella-Species "Birkhuhn" attraktiv bleibt, sollte sie irgendwann mal wieder auf die Idee kommen, hier heimisch werden zu wollen...
no fear!!


