Monat Dezember

Regionalbotschafterin Kerstin Genschow

(Holzbildhauermeisterin, Klings/Rhön)

 

Der traditionelle Holzschnitzerbetrieb liegt inmitten des Biosphärenreservates Rhön, in dem kleinen Rhöndorf Klings. Hier lebt das traditionelle Handwerk der Schnitzer noch sichtbar. Wanderer auf dem Hochrhöner kommen direkt am Schnitzerbetrieb vorbei und können kleine Souvenirs ergattern. Wer einmal selbst Hand anlegen möchte, sollte die ein- oder mehrtägigen Schnitzkurse von Kerstin Genschow buchen. Sie begeistert Groß und Klein für die kreative Arbeit auf dem Land.

 

Kerstin Genschow, Sie sind Regionalbotschafterin der Rhön – warum eigentlich?

Ich bin Regionalbotschafterin, weil es bereits ein „Genuss“ ist, in der Rhön leben zu dürfen, dazu kommen noch die vielen verschiedenen Genüsse, die das Land zu bieten hat. Mein Vater war schon selbstständig, hat samstags gezeichnet und ich habe dabei zugeschaut. Die Liebe zum Beruf und zur Heimat hat er auf mich übertragen. Mich für die Region zu engagieren und für sie zu werben, hat mich angesprochen. Denn: Ich bin stolz, Bildhauerin zu sein und in meinem Lebensraum mit den Naturmaterialien, die die Rhön hergibt, arbeiten zu können. Kreativ arbeiten macht Freude und entspannt. Und ich bin stolz, dass ich dieses alte Handwerk noch an meinen Enkel weitergeben kann. Ich möchte auch andere damit anstecken.

Was denken Sie: Warum kann man die Rhön als Genuss-Rhön bezeichnen?

Über meinen Beruf als Holzbildhauerin habe ich einen ganz anderen Zugang zu den Rhöner Qualitätsprodukten entwickelt. Mir geht es nicht nur um das reine Produkt, sondern auch um die Kultur und Geschichte. Als Holzbildhauerin und Organisatorin von Holzbildhauer- oder Kinderschnitzsymposien in der Rhön kenne ich mich nicht nur bei den Rhöner Produkten gut aus, sondern begeistere die Menschen auch über das Schnitzerlebnis für die Rhöner Handwerkskunst. Dies kombiniere ich in meinen Kursen mit einem großen Wissen über die Holzarten, Natur und Kunst und die Geschichte der Region, ihren Landschaften mit Geografie und Geologie. Essen, Trinken und Handwerk erleben – das ist auch die Genuss-Rhön! Übrigens ist das ein Angebot mit absoluter Schlechtwetter-Garantie. In meiner Werkstatt wird es garantiert nicht regnen!

 

Was für ein Charakterzug zeichnet einen Genuss-Menschen aus?

Ich lebe in meinem Heimatdorf Klings, was ich gern landschaftlich vergleiche mit dem „Kleinwalsertal“. Die Menschen leben in diesem ursprünglich gebliebenen Tal friedlich zusammen, sind natürlich und heimatverbunden und machen viel gemeinsam und nehmen sich Zeit füreinander. Das zu erkennen, ist schon ein Genuss. Genuss bedeutet für mich in der Lage sein, sich auf etwas einzulassen, mit allen Sinnen. Es bedeutet für mich auch Qualität statt Quantität und das Interesse für unterschiedliche Lebensarten. Dabei bevorzuge ich selbst regionale Produkte auf hohem Niveau und schätze Individualität und Identität.

 

Sie bringen jeden Tag Höchstleistung. Wie sieht für Sie der perfekte kulinarische Start in den Tag aus?

Am liebsten beginne ich den Tag mit einem gemeinsamen und ausgiebigen Frühstück mit meinem Enkel. Da sich das zeitlich nicht immer einrichten lässt, begnüge ich mich meist mit einem Käsebrot und einem Kaffee, sonntags aber dafür mit Eiern aus dem eigenen Hühnerstall, gesundes Körnerbrot und Obstsaft.

 

Mit Ihren Arbeiten inspirieren Sie Ihre Gäste, Kolleginnen und Kollegen. Von welchem Partner ihrer Region lassen Sie sich inspirieren?

Von all denjenigen, die ihr Handwerk mit der gleichen Liebe betreiben wie ich, um anderen eine Freude zu machen.

 

Haben Sie eine persönliche Empfehlung, einen speziellen Tipp für Besucher der Rhön?

Es gibt wunderschöne Wanderwege in der Thüringer Rhön. Insbesondere möchte ich den HOCHRHÖNER vom Katzenstein entlang der Hexenlinde mit einem Abstecher in meine Schauwerkstatt nach Klings und  dann weiter nach Kaltennordheim empfehlen. Das Schöne daran ist nicht nur die Natur, sondern es sind auch Gasthäuser entlang des Weges und die Rhönbrauerei, wo man später für ein kühles Bier, eine Führung oder den ein oder anderen Snack einkehren kann.

Ein besonderer regionaler Höhepunkt ist der Mahdwettbewerb am ersten Samstag im September am Kulturhaus Kaltenlengsfeld. „Mähen nach altem Brauchtum“  lautet das Motto.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Mein Motto

 

Gesund bleiben. Offen sein, um Neues auszuprobieren.

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Meine Empfehlung

 

Rhöner Weihnachtskrippe hat Tradition

 

Als Weihnachtsbrauch in der Rhön werden vielerorts Krippen aufgestellt als szenische Darstellung der Weihnachtsgeschichte, der Geburt von Jesus Christus. Weihnachtskrippen aus Holz haben in der Rhön eine besondere Tradition.

Die erste echte "Rhönkrippe" wurde vom Thüringer Maler und Bildhauer Professor Hermann Blechschmidt (1882-1934) Ende der 1920er Jahre entworfen.

Viele Rhöner Holzbildhauer setzen die Tradition noch heute in vielfältiger Weise fort und entführen damit ihre Betrachter immer wieder aufs Neue in die Welt der Weihnachtsgeschichte.

 

 

Kontakt zum Partnerbetrieb der Dachmarke Rhön GmbH

Holzbildhauermeisterin

Kerstin Genschow

Bahnhofstraße 12

36452 Klings

Tel.: 036966 – 7045

E-Mail: info@handwerkskunst-genschow.de

www.handwerkskunst-genschow.de